Gott sehnt sich nach Dir
Du wurdest nicht zufällig geboren. Du bist kein Produkt des Zufalls oder ein vergänglicher Gedanke im unendlichen Universum. Du bist gewollt und geliebt von einem Gott, der Dich kennt – und der Dich in eine lebendige, echte Beziehung mit sich selbst einlädt. Ist das nicht wunderbar? Du bist geschaffen von Gott und ihm unendlich wertvoll.
Wer ist Gott?
Gott ist ewig, selbstexistent, unveränderlich und liebend. Er ist heilig und gerecht, voller Barmherzigkeit und Wahrheit. Die Bibel beschreibt ihn als die Quelle des Lebens, das Licht in der Dunkelheit, den guten Hirten, den Retter der Welt.
„Gott ist Liebe.“ (1. Johannes 4,8)
Gibt es einen Grund sich vor einem solchen Gott zu fürchten?
Warum Beziehung?
Viele Menschen kennen Gott nur im Zusammenhang mit Geboten, Normen und Regeln. Doch die Bibel zeigt etwas viel Tieferes: Gott will Gemeinschaft – Dir begegnen. Er möchte mit Dir in Kontakt stehen, mit Dir reden, Dich heilen, befreien und durch Dein Leben sichtbar werden.
Er klopft an – nicht zwingend, nicht laut – sondern behutsam, sanft, liebevoll und geduldig. Du darfst entscheiden, ob Du ihn einlädst. Wieder und wieder. Und unabhängig davon, ob Du Gott schon kennst oder gerade erst beginnst, ihn zu suchen.
„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ (Offenbarung 3,20)
Der Weg zu Gott
Gott hat uns Menschen geschaffen – nicht für Distanz, sondern für eine lebendige Beziehung mit sich selbst. Er sehnt sich nach Gemeinschaft mit uns – nach einem liebevollen Miteinander, voller Vertrauen und Nähe.
Doch etwas hat uns von ihm getrennt: unser Misstrauen, unser Eigenwille, unser Hochmut.
Die Bibel nennt das Sünde.
Die Sünde ist wie eine unsichtbare Mauer, wie ein tiefer Graben, wie eine undurchdringbare Barriere zwischen uns und Gott – kalt, trennend, unüberwindbar (vgl. Jesaja, 59, 1-2). Und so sehr wir uns auch bemühen: Aus eigener Kraft können wir dieses Hindernis nicht hinweg nehmen.
Aber Gott hat uns nicht aufgegeben. Im Gegenteil: Aus reiner Liebe kam er selbst zu uns – in Jesus Christus, seinem Sohn. Er hat die Mauer durchbrochen, den Graben überbrückt, den Weg zurück geöffnet.
Jesus ist der Weg. Er sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)
Jesus ist nicht gekommen, um zu herrschen – sondern um zu heilen. Er hat das Verirrte gesucht, das Gebrochene geliebt, das Gefangene befreit.
Am Kreuz trug er alles, was uns trennt: unsere Schuld, unsere Scham, unser Scheitern. Nicht aus Zwang. Sondern aus Liebe.
Er starb dort, wo wir hätten sterben müssen – damit wir versöhnt mit Gott leben dürfen.
Sein Tod war nicht das Ende – es war der Anfang von etwas völlig Neuem. Für Dich. Für uns alle. Er ist auferstanden. Er hat den Tod überwunden. Er lebt. Seine Auferstehung ist der Durchbruch: der Anfang eines neuen Lebens voller Hoffnung:
- mit Vergebung, die wirklich befreit,
- mit Frieden, der tiefer geht als alle Umstände,
- und mit einer Identität, die Dich nicht klein macht, sondern aufrichtet: Du bist ein kostbares Kind Gottes. Geliebt. Befreit. Erneuert.
Das ist das Evangelium (= die gute Nachricht).
Das ist Gottes Einladung – an Dich.
Wie gelingt meine Beziehung mit Gott?
Eine Beziehung wächst durch Nähe, Vertrauen und Zeit. Sie beginnt, wenn Du auf die Einladung Gottes antwortest. Mit Interesse und einem offenen Herzen. Kein perfektes Gebet, kein frommes Verhalten – sondern Ehrlichkeit. So wie Du bist.
Ob Du getauft bist oder nicht - Du kannst als Tauferneuerung oder in Erstmaligkeit zu Gott sagen:
„Gott, ich komme zu Dir, so wie ich bin.
Ich brauche Deine Nähe, Deine Wahrheit, Deine Liebe.
Bitte vergib mir alles, was mich von Dir getrennt hat.
Jesus, ich glaube, dass Du für mich gestorben und auferstanden bist.
Sei mein Retter – und der Herr meines Lebens.
Erneuere mein Herz. Zeige mir, wer Du bist, und lehre mich, Dir zu folgen.“
Dieses Gebet ist Deine Türöffnung für eine Beziehung mit Gott. Jesus sprach von einer Wiedergeburt. Einer Geburt in ein neues Leben. Ein Leben mit Gott. "Wenn jemand nicht von neuem geboren ist, kann er das Reich Gottes nicht sehen" (vgl. Johannes 3,3-7). Wenn Du dieses Gebet aufrichtig meinst, wird Gott antworten. Nicht immer sofort spürbar, aber real. Gott sucht Deine Nähe – liebevoll, geduldig, ganz persönlich.
Unglaublich? Und doch ist es wahr. „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch." (Jakobus 4,8)
Dieses Gebet kannst Du Dir hier als Lied anhören:
Und wie geht es weiter?
Wie jede Beziehung will auch die Beziehung mit Gott gepflegt und vertieft werden. Eine Beziehung wächst durch Zeit, Aufmerksamkeit und Hingabe.
| Praxis | Bedeutung |
|---|---|
| Gebet | Sprich mit Gott im Gebet – so wie mit einem guten Freund |
| Bibel lesen | Gott besser kennenlernen, z.B. mittels Lektüre des Neuen Testaments |
| Lobpreis | Gott verehren, anbeten |
| Gemeinschaft | Austausch, Ermutigung und gegenseitiges Gebet helfen, im Glauben zu wachsen |
| Stelle Fragen, sei ehrlich | Gott hat nichts gegen Zweifel oder Unklarheit |
| Vertrauen lernen – Tag für Tag | Schritt für Schritt lernst Du, Gott zu vertrauen – auch wenn Du nicht sofort alles verstehst |
Nachlässigkeiten, Fehler, Zweifel oder Rückschritte bedeuten nicht das Ende. Gott ist geduldig, treu und voller Barmherzigkeit. Er lädt Dich immer wieder ein, neu zu ihm zu kommen. "Fürchte Dich nicht. Ich stärke Dich, ich helfe Dir auch, ich halte Dich." (Jesaja 41,10)
Deine Beziehung zu Gott wächst
...in kleinen Momenten der Nähe - ein stilles Gebet, ein offener Blick, ein hörendes Herz...
Und Gott antwortet mit Liebe, die größer ist als jeder Schritt zu ihm. Immer ist er da. Immer ist er mit Dir.
„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20)